Zeit / 11

Jakobus der Ältere, Namensgeber des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela, wird heute von Christen in aller Welt verehrt. Pilgern auf dem Jakobsweg ist zu einer Massenbewegung geworden. Der Camino zieht Menschen aller Nationalitäten und Glaubensrichtungen in seinen Bann. Auch ich machte mich vor mehr als 8 Jahren auf den Weg nach Santiago de Compostela und darüber hinaus bis ans Kap Finisterre. Pilgern ist kein Spaziergang und mit mancherlei Strapazen verbunden. Für mich ist Pilgern ein Heilmittel, vor allem für die Seele. Während sich die Füsse in Richtung Westen bewegen, immer der Jakobsmuschel folgend, lösen sich alte Denkstrukturen. Verhärtete Seelenschichten brechen auf und der Weg nimmt all das wie ein reinigender Fluss auf. Geduldig hört er dir zu, gibt keine Widerworte, trägt dich und zeigt dir neue Möglichkeiten. So, wie sich vor deinem Auge Schritt für Schritt andere Bilder zeigen, so zeigt dir dein Geist neue Aussichten. Jeder kehrt verändert vom Pilgern zurück, da bin ich mir sicher. Welche Chancen genutzt werden, liegt im Ermessen des jeweiligen Menschen. Selbstverständlich.

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